Makronen backen: So gelingen Kokos-, Mandel- und Nussmakronen

Makronen brauchen nur wenige Zutaten. Entscheidend ist, wie du Eiweiß und Zucker behandelst, welche Konsistenz die Masse hat und wie viel Farbe die Plätzchen im Ofen bekommen. Kokos, Mandeln und Haselnüsse bringen jeweils einen eigenen Geschmack mit – die Grundidee bleibt aber ähnlich: Eine lockere, formbare Masse wird portionsweise gebacken, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist.

Mit den folgenden Rezepten kannst du die drei Sorten einzeln zubereiten. Dazu kommen Hinweise zur passenden Konsistenz, zum Formen und dazu, wie du typische Fehler vermeidest.

Makronen backen: Auf diese Grundlagen kommt es an

Für viele Makronenrezepte werden Eiweiß und Zucker verwendet. Das Eiweiß soll beim Aufschlagen Luft aufnehmen und eine stabile, helle Masse bilden. Zucker wird nach und nach eingerührt, damit sich die Masse gleichmäßig verbindet. Die gemahlenen Nüsse oder Kokosraspel kommen erst anschließend dazu.

Achte darauf, dass Schüssel und Rührbesen sauber und fettfrei sind. Schon kleine Fettrückstände können verhindern, dass das Eiweiß fest wird. Trenne die Eier sorgfältig: Gelangt Eigelb in das Eiweiß, lässt es sich unter Umständen nicht gut aufschlagen.

Die fertige Masse soll saftig und formbar sein. Sie darf nicht so flüssig werden, dass sie auf dem Blech auseinanderläuft. Ist sie sehr weich, kannst du sie kurz ruhen lassen, damit die trockenen Zutaten Feuchtigkeit aufnehmen. Bleibt sie bröselig, hilft etwas zusätzliches Eiweiß – gib es jedoch nur portionsweise dazu.

Eiweiß aufschlagen, ohne die Masse zu überarbeiten

Beginne mit mittlerer Geschwindigkeit und schlage das Eiweiß, bis es schaumig wird. Lass den Zucker langsam einrieseln und schlage weiter, bis eine glänzende, standfeste Masse entsteht. Übermäßig langes Schlagen ist nicht nötig: Wird der Eischnee trocken und flockig, verbindet er sich schlechter mit den übrigen Zutaten.

Hebe Kokosraspel oder gemahlene Nüsse anschließend mit einem Teigschaber unter. Arbeite dabei behutsam und nur so lange, bis keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind. So bleibt möglichst viel Luft in der Masse.

Kokosmakronen: saftig und aromatisch

Kokosmakronen schmecken besonders gut, wenn sie innen weich bleiben und außen nur leicht Farbe annehmen. Für ungefähr 20 Stück brauchst du:

  • 2 Eiweiß
  • 100 g Zucker
  • 150 g Kokosraspel
  • 1 Prise Salz
  • optional: etwas abgeriebene Zitronenschale

Heize den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vor und lege ein Blech mit Backpapier aus. Schlage Eiweiß und Salz schaumig. Lass den Zucker nach und nach einrieseln und schlage die Masse weiter, bis sie glänzt und feste Spitzen bildet.

Hebe die Kokosraspel vorsichtig unter. Setze mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen auf das Blech. Lass genügend Abstand, auch wenn die Makronen beim Backen normalerweise nicht stark verlaufen. Backe sie etwa 15 bis 20 Minuten. Die Spitzen dürfen goldgelb werden; werden sie zu dunkel, kann das Kokosaroma schnell kräftig und die Oberfläche trocken wirken.

Lass die Makronen nach dem Backen zunächst auf dem Blech etwas abkühlen. Warm sind sie empfindlich und können leicht auseinanderbrechen. Sobald sie stabiler sind, kannst du sie vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen.

Mandelmakronen: so bleibt die Masse formbar

Gemahlene Mandeln sorgen für einen milden, leicht nussigen Geschmack. Für ungefähr 20 Mandelmakronen benötigst du:

  • 2 Eiweiß
  • 100 g Zucker
  • 180 g gemahlene Mandeln
  • 1 Prise Salz
  • optional: etwas gemahlene Vanille oder abgeriebene Zitronenschale

Schlage Eiweiß und Salz schaumig. Rühre den Zucker langsam ein und schlage die Masse, bis sie glänzend und standfest ist. Hebe die gemahlenen Mandeln in mehreren Portionen unter. Die Masse sollte zusammenhalten, aber nicht flüssig sein. Falls sie sehr weich wirkt, lass sie einige Minuten stehen und prüfe dann erneut, ob sie sich gut portionieren lässt.

Setze kleine Häufchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Alternativ kannst du die Masse mit zwei Löffeln zu leicht abgeflachten Portionen formen. Backe die Makronen bei 160 °C Ober-/Unterhitze für ungefähr 15 bis 18 Minuten. Sie sollen am Rand leicht Farbe annehmen, während die Mitte noch weich bleibt.

Mandeln nehmen Feuchtigkeit unterschiedlich auf. Deshalb kann die Masse je nach Mahlgrad etwas fester oder weicher ausfallen. Gib zusätzliche Mandeln nicht auf einmal hinein, sondern rühre sie schrittweise unter. So vermeidest du, dass die Makronen am Ende trocken werden.

Nussmakronen: kräftiger Geschmack mit Haselnüssen

Haselnüsse ergeben eine aromatische, kräftige Variante. Für ungefähr 20 Stück brauchst du:

  • 2 Eiweiß
  • 100 g Zucker
  • 180 g gemahlene Haselnüsse
  • 1 Prise Salz
  • optional: 1 Teelöffel Kakaopulver

Bereite den Eischnee wie bei den anderen Rezepten zu und hebe die gemahlenen Haselnüsse vorsichtig unter. Wenn du Kakaopulver verwendest, mische es vorher mit den Nüssen. Die Masse soll sich mit zwei Löffeln portionieren lassen. Ist sie zu fest und bröselig, arbeite wenig Eiweiß ein; wirkt sie zu weich, gib etwas mehr gemahlene Haselnüsse dazu.

Forme kleine Häufchen und setze sie auf das vorbereitete Blech. Backe die Nussmakronen bei 160 °C Ober-/Unterhitze für etwa 15 bis 18 Minuten. Da Nüsse im Ofen rasch dunkler werden, lohnt es sich, gegen Ende der Backzeit auf die Farbe zu achten. Nimm die Makronen heraus, sobald sie am Rand leicht gebräunt sind.

Formen, Backen und Abkühlen

Kleine, möglichst gleich große Portionen backen gleichmäßiger als sehr unterschiedliche Häufchen. Zwei Teelöffel eignen sich zum Abstechen; mit angefeuchteten Fingern kannst du die Form bei Bedarf glätten. Drücke die Masse nicht fest zusammen, sonst werden die Makronen eher kompakt.

Ob du Oblaten verwendest, hängt vom Rezept und deiner Vorliebe ab. Setze die Masse direkt auf Backpapier oder forme sie auf einzelnen Oblaten. In beiden Fällen sollte sie stabil genug sein, um ihre Form zu behalten. Ein Spritzbeutel ist meist nicht erforderlich, wenn die Masse kleine Stücke und Nüsse enthält.

Die Backzeiten sind Richtwerte. Jeder Backofen kann anders heizen, und die Größe der Makronen wirkt sich ebenfalls auf die Dauer aus. Kontrolliere die Farbe deshalb gegen Ende der angegebenen Zeit. Wenn die Unterseite zu schnell bräunt, kannst du das Blech auf eine höhere Einschubleiste setzen oder die Temperatur beim nächsten Durchgang etwas niedriger wählen.

Lass die Makronen vollständig auskühlen, bevor du sie vom Papier löst oder umfüllst. Direkt nach dem Backen sind sie oft noch weich. Beim Abkühlen werden sie fester, ohne dass sie deshalb vollständig trocken sein müssen.

Häufige Probleme beim Makronenbacken

  • Die Masse zerläuft: Das Eiweiß wurde möglicherweise nicht steif genug geschlagen oder die Masse ist zu feucht. Lass sie kurz stehen und rühre bei Bedarf etwas von der jeweiligen trockenen Zutat unter.
  • Die Makronen werden trocken: Sie waren möglicherweise zu lange im Ofen oder die Masse enthielt zu viele Kokosraspel beziehungsweise gemahlene Nüsse. Achte darauf, sie herauszunehmen, solange die Mitte noch weich wirkt.
  • Der Eischnee wird nicht fest: Prüfe, ob Schüssel und Rührbesen fettfrei sind und kein Eigelb ins Eiweiß gelangt ist. Sauberes Trennen und Aufschlagen in einer sauberen Schüssel erleichtert die Zubereitung.
  • Die Oberfläche wird zu dunkel: Verkürze die Backzeit oder reduziere die Temperatur beim nächsten Blech. Nimm die Makronen heraus, sobald sie leicht gebräunt sind.
  • Die Häufchen fallen auseinander: Die trockenen Zutaten wurden womöglich nicht gleichmäßig untergehoben oder die Masse ist zu trocken. Arbeite etwas Eiweiß ein und prüfe, ob sich wieder kompakte Portionen formen lassen.

FAQ zu Makronen

Worin unterscheiden sich Makronen von Baiser?

Baiser besteht hauptsächlich aus aufgeschlagenem Eiweiß und Zucker. Makronen enthalten zusätzlich Zutaten wie Kokosraspel oder gemahlene Nüsse, die Geschmack und Textur prägen. Dadurch sind sie meist dichter als ein schlichtes Baiser.

Kannst du Makronen einfrieren?

Ja, ausgekühlte Makronen lassen sich in einem gut verschlossenen Behälter einfrieren. Lege sie möglichst so hinein, dass sie nicht zerdrückt werden. Zum Auftauen kannst du sie im Behälter bei Raumtemperatur stehen lassen.

Kannst du für Makronen auch ganze Nüsse mahlen?

Das ist möglich, sofern die Nüsse fein und gleichmäßig gemahlen werden. Zu grobe Stücke können die Masse schwerer formbar machen. Kontrolliere beim Mahlen deshalb zwischendurch, wie fein die Nüsse sind.

Warum kleben frisch gebackene Makronen am Backpapier?

Direkt nach dem Backen sind sie noch weich und empfindlich. Lass sie erst auf dem Blech abkühlen, bevor du sie vorsichtig löst. Wenn sie vollständig ausgekühlt sind und weiterhin stark haften, kann beim nächsten Blech eine andere Backpapierqualität oder eine leicht veränderte Backzeit helfen.

Fazit

Für gelungene Kokos-, Mandel- und Nussmakronen zählen eine formbare Masse, vorsichtig untergehobene Zutaten und eine zurückhaltende Bräunung. Mit den Grundrezepten kannst du die Sorte wählen, die dir am besten schmeckt, und die Konsistenz beim nächsten Blech gezielt anpassen. Achte vor allem darauf, die Makronen nicht zu lange zu backen und sie vor dem Lösen vollständig abkühlen zu lassen. Ein Nussgebäck ganz ohne Ei sind die Zimtsterne ohne Ei; weitere Plätzchen wie Lebkuchen und Spritzgebäck findest du in der Rubrik Plätzchen & Kekse.