Dieses Wochenende hab ich mich mal an Focaccia selber machen versucht. Ich muss sagen, es ist einfacher, als man denkt! Mit ein paar Grundzutaten und etwas Geduld zaubert man ein wunderbar duftendes Brot, das nach Urlaub schmeckt. Egal ob als Snack, Beilage oder kleines Mittagessen – selbstgemachte Focaccia ist einfach genial. Hier erfährst du, wie du das italienische Fladenbrot ganz einfach zu Hause backen kannst.
Schlüssel zum Erfolg
- Für eine perfekte Focaccia ist die Wahl des richtigen Mehls und guter Hefe wichtig. Frische Hefe gibt dem Teig mehr Luftigkeit.
- Gutes Olivenöl und Salz sind nicht nur für den Geschmack, sondern auch für die Textur des Brotes entscheidend.
- Ein gut gekneteter und ausreichend langer Gehzeit-Teig ist die Basis für eine luftige Focaccia.
- Die typischen Mulden und die richtige Backtemperatur sorgen für eine knusprige Kruste und saftige Krume.
- Ob klassisch mit Rosmarin oder kreativ belegt – Focaccia ist vielseitig und schmeckt immer!
Die Kunst Des Focaccia-Selber-Machens
Focaccia ist mehr als nur ein einfaches Fladenbrot; es ist ein Stück italienischer Lebensfreude, das man ganz einfach zu Hause nachbacken kann. Seine Textur ist ein Traum: außen leicht knusprig, innen wunderbar weich und luftig. Das Geheimnis liegt oft in der Einfachheit der Zutaten und der richtigen Zubereitung.
Was Macht Focaccia So Besonders
Was Focaccia von anderen Broten unterscheidet, ist seine einzigartige Beschaffenheit und sein Geschmack. Es ist das reichliche Verwenden von gutem Olivenöl, das ihm seine charakteristische Saftigkeit und ein besonderes Aroma verleiht. Die typischen Mulden, die man mit den Fingern in den Teig drückt, sind nicht nur optisch ansprechend, sondern helfen auch dabei, das Olivenöl und andere Aromen aufzunehmen. Es ist ein vielseitiges Brot, das zu jeder Gelegenheit passt – ob als Beilage, zum Aperitif oder als Basis für ein leichtes Mittagessen.
Die Ursprünge Des Italienischen Fladenbrots
Die Wurzeln der Focaccia reichen weit zurück, wahrscheinlich bis ins antike Rom. Damals wurde ein ähnliches Fladenbrot als Opfergabe verwendet. Über die Jahrhunderte hat sich das Rezept weiterentwickelt und ist zu dem geworden, was wir heute kennen und lieben. Jede Region Italiens hat ihre eigene Interpretation, aber die Grundidee – ein einfaches, aber geschmackvolles Brot aus Mehl, Wasser, Hefe, Salz und viel Olivenöl – bleibt bestehen. Es ist ein kulinarisches Erbe, das die Geschichte und Kultur Italiens widerspiegelt.
Focaccia Im Vergleich Zur Pizza
Obwohl Focaccia und Pizza beide aus einem Hefeteig hergestellt werden, gibt es deutliche Unterschiede. Während Pizza oft dünn ist und reichlich belegt wird, ist Focaccia dicker, luftiger und wird meist nur sparsam garniert. Die Focaccia ist eher ein Brot, das pur oder mit wenigen, aber hochwertigen Zutaten genossen wird. Man könnte sagen, die Focaccia ist die rustikalere, bodenständigere Cousine der Pizza. Die Zubereitungstechniken ähneln sich zwar, aber das Endergebnis ist doch sehr unterschiedlich. Wenn du dich für die Kunst des Backens interessierst, ist die Verarbeitung von Teigen ein spannendes Feld.
Grundlagen Für Perfekte Focaccia
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Die Wahl Des Richtigen Mehls
Für eine gelungene Focaccia ist das Mehl entscheidend. In Italien greift man oft zu Tipo 00 Mehl, das sehr fein gemahlen ist und dem Teig eine tolle Elastizität verleiht. Aber keine Sorge, wenn du das nicht zur Hand hast! Ein gutes Weizenmehl Type 405 oder 550 tut es auch. Wichtig ist, dass das Mehl genug Gluten enthält, damit der Teig schön geschmeidig wird und die typischen Luftblasen bilden kann. Manche schwören auch auf eine Mischung aus normalem Mehl und Hartweizengrieß (Semola), das gibt dem Ganzen noch einen extra Biss.
Hefe: Frisch Oder Trocken?
Das ist eine Glaubensfrage, aber beide Varianten funktionieren. Frischhefe hat oft einen etwas intensiveren Geschmack und macht den Teig besonders luftig. Du brauchst etwa 21 Gramm Frischhefe für 500 Gramm Mehl. Trockenhefe ist einfacher zu lagern und länger haltbar. Hier reichen meist 7 Gramm für die gleiche Menge Mehl. Egal welche Hefe du nimmst, achte unbedingt auf das Haltbarkeitsdatum! Abgelaufene Hefe verliert ihre Triebkraft, und dein Teig wird nicht richtig aufgehen. Ein kleiner Tipp: Wenn du unsicher bist, ob deine Frischhefe noch gut ist, zerbrösel sie mit einer Prise Zucker in etwas warmem Wasser. Wenn es nach ein paar Minuten anfängt zu schäumen, ist sie einsatzbereit.
Die Bedeutung Von Olivenöl Und Salz
Olivenöl ist nicht nur zum Einfetten der Form da, sondern ein wichtiger Bestandteil des Teigs selbst. Es macht die Focaccia saftig und gibt ihr das typische Aroma. Nimm am besten ein gutes, fruchtiges Olivenöl extra vergine. Davon kommt ein guter Schuss in den Teig und noch mehr zum Bestreichen vor dem Backen. Salz ist natürlich auch wichtig für den Geschmack. Hier gilt: Fein gemahlenes Salz für den Teig und grobes Meersalz als Topping für den extra Crunch. Ohne diese beiden Zutaten schmeckt Focaccia einfach nur nach… naja, nach nichts.
Die richtige Balance zwischen Mehl, Wasser, Hefe, Olivenöl und Salz ist das A und O für eine gelungene Focaccia. Experimentiere ruhig ein wenig, um deinen persönlichen Favoriten zu finden.
Schritt-Für-Schritt Zum Hefeteig
Vorteig Ansetzen Für Mehr Aroma
Manche Leute schwören ja auf einen Vorteig, um der Focaccia noch mehr Tiefe im Geschmack zu geben. Das ist aber kein Muss, gerade wenn’s mal schnell gehen soll. Wenn du aber Zeit hast, kannst du die Hefe mit etwas Zucker und lauwarmem Wasser anrühren und das Ganze dann mit einem Teil des Mehls vermischen. Das lässt du dann erstmal eine Weile stehen, so eine halbe Stunde vielleicht. Das gibt der Hefe Zeit, richtig in Schwung zu kommen und entwickelt schon mal erste Aromen. Wenn du es ganz einfach halten willst, kannst du die Hefe auch direkt mit dem Mehl, Salz und Zucker vermischen und dann das lauwarme Wasser und Olivenöl dazugeben. Der Schlüssel ist, dass die Hefe aktiviert wird und das Mehl gut aufnehmen kann.
Kneten Bis Zum Geschmeidigen Teig
Nachdem alle Zutaten im Topf sind, geht’s ans Kneten. Ob mit der Hand, dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine – das ist dir überlassen. Wichtig ist, dass du den Teig lange genug knetest, so etwa 10 Minuten. Er sollte am Ende schön glatt und elastisch sein und sich vom Schüsselrand lösen. Wenn er noch zu klebrig ist, gib einfach noch ein bisschen Mehl dazu, aber sei vorsichtig, nicht zu viel! Ein gut gekneteter Teig ist die Basis für eine luftige Focaccia.
Geduld Beim Gehen Lassen Des Teigs
Jetzt kommt der Teil, der ein bisschen Geduld erfordert: das Gehenlassen. Der Teig muss sich erst mal verdoppeln. Das dauert an einem warmen Ort so um die Stunde, manchmal auch länger. Stell die Schüssel am besten an einen zugfreien Platz, vielleicht in die Nähe der Heizung oder in den leicht erwärmten Backofen (aber nur kurz anlassen und dann wieder aus!). Wenn der Teig sein Volumen vergrößert hat, ist er bereit für den nächsten Schritt. Das langsame Aufgehen sorgt für die typische luftige Struktur.
| Zutaten | Menge |
|---|---|
| Mehl (Type 405) | 500 g |
| Lauwarmes Wasser | 300 ml |
| Frischhefe | 21 g |
| Zucker | 1 Prise |
| Salz | 2 TL |
| Olivenöl | 1 EL |
Die Formgebung Und Das Formen Der Mulden
Den Teig Auf Dem Blech Ausbreiten
Nachdem dein Teig schön aufgegangen ist, ist es Zeit, ihm Form zu geben. Nimm dir ein Backblech zur Hand – am besten eins, das auch in den Ofen darf, so etwa 30×20 cm groß. Fette es gut mit Olivenöl ein. Das ist wichtig, damit die Focaccia später nicht anklebt und eine schöne Kruste bekommt. Jetzt nimmst du den Teig aus der Schüssel. Am besten machst du das mit beiden Händen. Lass ihn ein bisschen von den Händen herunterhängen, das hilft, ihn sanft zu dehnen. Dann legst du ihn vorsichtig auf das vorbereitete Blech. Jetzt kommt der Teil, der ein bisschen Fingerspitzengefühl erfordert: Du ziehst und drückst den Teig sanft in die Ecken und bis an die Ränder des Blechs. Mach das nicht zu grob, wir wollen ja, dass er luftig bleibt.
Die Charakteristischen Fingerabdrücke
Jetzt kommt das, was Focaccia so einzigartig macht: die Mulden! Gieße ruhig noch ein bis zwei Esslöffel gutes Olivenöl über den Teig. Das ist nicht nur für den Geschmack, sondern hilft auch dabei, die Mulden zu formen. Nimm dann deine Finger und drücke sie kräftig in den Teig, bis du fast den Boden des Blechs erreichst. Mach das an mehreren Stellen. Diese kleinen Vertiefungen sind super, weil sie das Olivenöl und später auch andere Beläge wunderbar aufnehmen. Sie sind wie kleine Schälchen, die den Geschmack sammeln. Das ist das Geheimnis einer saftigen Focaccia.
Die Zweite Ruhezeit Vor Dem Backen
Nachdem du den Teig auf dem Blech ausgebreitet und die Mulden geformt hast, braucht er noch eine kleine Pause. Deck das Blech wieder mit einem sauberen Küchentuch ab. Lass den Teig jetzt noch mal für etwa 45 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen. Diese zweite Ruhezeit ist wichtig. Der Teig kann sich nach der "Arbeit" auf dem Blech wieder etwas entspannen und noch mal aufgehen. Das sorgt dafür, dass deine Focaccia am Ende schön fluffig und locker wird. Wenn du magst, kannst du jetzt auch schon die ersten Beläge wie Rosmarin oder grobes Meersalz aufstreuen. Aber warte mit feuchten Zutaten wie Tomaten oder Oliven lieber bis kurz vor dem Backen, damit der Teig nicht durchweicht.
Klassische Und Kreative Beläge
Wenn es um die Beläge für deine Focaccia geht, sind deiner Fantasie eigentlich kaum Grenzen gesetzt. Aber es gibt ein paar Klassiker, die einfach immer gehen und die wir uns genauer anschauen.
Rosmarin Und Grobes Meersalz
Das ist wohl die Urform der Focaccia, ganz schlicht und doch so unglaublich geschmackvoll. Frischer Rosmarin und grobes Meersalz sind die perfekten Partner für das Olivenöl und den Teig. Wenn du den Rosmarin erst kurz vor dem Backen aufstreust, entfaltet er sein volles Aroma. Das grobe Meersalz sorgt für kleine Geschmacksexplosionen und eine tolle Textur. Es ist diese Einfachheit, die diese Variante so besonders macht. Manchmal braucht es einfach nicht mehr.
Aromatische Tomaten Und Oliven
Eine weitere beliebte Kombination sind Tomaten und Oliven. Hier kannst du kreativ werden: halbierte Kirschtomaten, die beim Backen leicht karamellisieren, oder auch getrocknete Tomaten für eine intensivere Süße. Schwarze Oliven, am besten gute Qualität, passen ebenfalls hervorragend. Achte darauf, dass die Beläge nicht zu viel Wasser abgeben, sonst wird die Focaccia matschig. Ein paar Scheiben rote Zwiebeln, die im Olivenöl weich geschmort werden, runden das Ganze ab. Diese mediterranen Aromen sind einfach unschlagbar.
Gemüse-Landschaften Auf Dem Teig
Hier wird es richtig bunt und kreativ! Stell dir vor, du malst mit Gemüse auf deinem Focaccia-Blech. Dünne Scheiben von Zucchini, Aubergine, Paprika oder auch kleine Kartoffelscheiben können wie ein Kunstwerk arrangiert werden. Knoblauchzehen, die mitgebacken werden, geben eine wunderbare Süße ab. Das Tolle daran ist, dass du nicht nur etwas Leckeres, sondern auch etwas optisch Ansprechendes schaffst. Es ist eine tolle Möglichkeit, Reste vom Gemüse zu verwerten und gleichzeitig ein echtes Highlight auf den Tisch zu bringen. Denk daran, das Gemüse nicht zu dick zu schneiden, damit es gut durchgart. Eine solche Gemüse-Focaccia ist ein echter Hingucker und schmeckt fantastisch.
Bei der Auswahl der Beläge ist es wichtig, auf die Balance zu achten. Zu viel Feuchtigkeit kann den Teig aufweichen, während zu trockene Zutaten schnell verbrennen. Das Ziel ist eine harmonische Kombination, die die Grundaromen der Focaccia ergänzt, ohne sie zu überdecken.
Regionale Focaccia-Varianten Entdecken
Italien ist ein Land voller kulinarischer Schätze, und Focaccia bildet da keine Ausnahme. Jede Region hat ihre eigene Art, dieses wunderbare Fladenbrot zuzubereiten, was zu einer erstaunlichen Vielfalt führt. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Grundidee von Focaccia in so vielen verschiedenen Formen und Geschmacksrichtungen manifestiert.
Focaccia Ligure Aus Genua
Wenn man von Focaccia spricht, kommt man an Genua, der Hauptstadt Liguriens, nicht vorbei. Hier ist die Focaccia, oder "Fugassa" wie sie im lokalen Dialekt heißt, ein echtes Grundnahrungsmittel. Sie wird den ganzen Tag über gegessen – zum Frühstück, als schneller Snack zwischendurch oder zum Aperitivo am Abend. Die klassische Focaccia Ligure ist oft einfach gehalten: viel gutes Olivenöl, Salz und manchmal ein paar Rosmarinzweige. Aber es gibt auch Variationen, wie die berühmte Focaccia di Recco, die mit cremigem Stracchino-Käse gefüllt ist. Das ist wirklich etwas Besonderes!
Süße Varianten Aus Dem Piemont
Das Piemont, eine Region im Nordwesten Italiens, zeigt, dass Focaccia nicht immer herzhaft sein muss. Hier findet man süße Varianten, die oft zu besonderen Anlässen oder als Dessert genossen werden. Die Focaccia di Susa zum Beispiel ist eine süße Version, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Manchmal werden auch Zutaten wie Schmalz verwendet, was dem Teig eine besondere Textur und einen reichen Geschmack verleiht. Es ist ein toller Kontrast zu den salzigen Varianten und zeigt die Vielseitigkeit des Gebäcks.
Süditalienische Spezialitäten Mit Tomaten
Weiter südlich, besonders in Regionen wie Apulien, spielt die Tomate eine große Rolle bei der Focaccia. Stell dir eine Focaccia vor, die mit sonnengereiften Tomaten belegt ist, vielleicht noch mit ein paar Oliven und Kapern verfeinert. Das ist pure mediterrane Küche! Diese Varianten sind oft besonders saftig und aromatisch. Die Kombination aus dem weichen Brot, dem fruchtigen Geschmack der Tomaten und dem salzigen Hauch von Oliven ist einfach unschlagbar. Es ist ein Beweis dafür, dass die besten Gerichte oft aus den einfachsten, aber hochwertigsten Zutaten entstehen, ein Gedanke, der auch die moderne Bäckereikunst prägt.
Jede Region Italiens hat ihre eigene Handschrift auf der Focaccia hinterlassen, von den einfachen, aber perfekten Varianten aus Ligurien bis hin zu den süßen Überraschungen aus dem Piemont und den tomatigen Genüssen aus dem Süden. Es lohnt sich, diese Vielfalt zu erkunden und die Unterschiede selbst zu schmecken.
Tipps Für Knusprige Und Saftige Focaccia
Die Rolle Gekochter Kartoffeln
Manche Leute schwören ja auf gekochte Kartoffeln im Teig. Klingt erstmal komisch, oder? Aber die Idee dahinter ist, dass die Kartoffelstärke dem Brot eine zusätzliche Saftigkeit verleiht und es innen schön weich hält. Wenn du das mal ausprobieren willst, nimm einfach so um die 200 Gramm gekochte, zerdrückte Kartoffeln und arbeite sie in den Teig ein, nachdem du ihn geknetet hast. Das ist ein kleiner Trick, der aber einen Unterschied machen kann, besonders wenn du Focaccia machst, die nicht sofort gegessen wird.
Die Richtige Backtemperatur Und -zeit
Das ist echt ein Knackpunkt. Zu heiß und die Focaccia wird außen schnell dunkel, während sie innen noch roh ist. Zu niedrig und sie wird trocken und blass. Ich hab festgestellt, dass so um die 200 Grad Ober-/Unterhitze meistens gut funktionieren. Aber jeder Ofen ist anders, also behalt sie im Auge! Die Backzeit liegt oft so zwischen 20 und 30 Minuten, je nachdem, wie dick du den Teig machst und wie dein Ofen heizt. Ein goldbrauner Rand und eine leicht feste Oberfläche sind gute Zeichen.
Feuchtigkeit Entweichen Lassen Nach Dem Backen
Sobald die Focaccia aus dem Ofen kommt, ist sie ja noch ziemlich feucht, besonders wenn du viel Olivenöl verwendet hast. Lass sie auf einem Kuchengitter abkühlen. Das ist wichtig, damit die Unterseite nicht matschig wird und die restliche Feuchtigkeit entweichen kann. Wenn du sie direkt auf einem Teller oder Brett abkühlen lässt, staut sich die Feuchtigkeit unten drunter. Das ist wirklich ein kleiner Schritt, der aber viel für die Knusprigkeit bewirkt.
Weitere Tricks für die perfekte Focaccia:
- Gutes Olivenöl verwenden: Das ist kein Tipp, sondern eine Grundvoraussetzung. Ein gutes, fruchtiges Olivenöl macht den Unterschied.
- Nicht zu viel kneten: Ja, der Teig muss gut entwickelt sein, aber übermäßiges Kneten kann ihn zäh machen.
- Geduld beim Gehen lassen: Der Teig braucht Zeit, um sein Aroma zu entwickeln und luftig zu werden. Nicht hetzen!
- Die Mulden sind wichtig: Die typischen Vertiefungen sind nicht nur Deko. Sie helfen, das Olivenöl und die Aromen aufzunehmen und sorgen für knusprige Stellen.
Focaccia Aufbewahren Und Wieder Aufwärmen
Auch wenn Focaccia frisch aus dem Ofen am allerbesten schmeckt, ist sie erstaunlich gut haltbar und lässt sich auch noch am nächsten Tag genießen. Wenn mal etwas übrig bleibt, ist das also gar kein Problem.
Frisch Genießen
Das ist natürlich die Königsdisziplin. Direkt nach dem Backen, wenn sie noch warm ist und du den Duft von Rosmarin und Olivenöl in der Nase hast – herrlich! Aber auch lauwarm ist sie ein Genuss. Die beste Methode, um die Feuchtigkeit entweichen zu lassen und einen matschigen Boden zu vermeiden, ist, die Focaccia nach dem Backen einmal mittig aufzuschneiden. Lehne die beiden Hälften dann hochkant an eine Schüssel oder lege sie auf einen Grillrost. So kann die Luft zirkulieren.
Lagerung Im Kühlschrank
Wenn du die Focaccia nicht sofort isst, kannst du sie im Kühlschrank aufbewahren. Gut verpackt hält sie sich dort mehrere Tage. Die Focaccia ligure zum Beispiel bleibt dank eines Kartoffelanteils im Teig besonders saftig. Um sie wieder aufzuwärmen, kannst du sie einfach kurz in den Ofen oder den Toaster geben. So wird sie wieder schön knusprig.
Einfrieren Für Längere Haltbarkeit
Du kannst selbstgemachte Focaccia auch super vorbereiten und einfrieren. Lass sie dafür erst vollständig abkühlen. Dann wickelst du sie gut ein, am besten erst in Frischhaltefolie und dann noch einmal in Alufolie oder gibst sie in einen Gefrierbeutel. So hält sie sich für einige Wochen. Zum Wiederaufwärmen holst du sie einfach aus dem Gefrierfach und gibst sie, eventuell nach kurzem Antauen bei Raumtemperatur, direkt in den vorgeheizten Ofen. Das ist eine tolle Möglichkeit, immer frisches Brot zur Hand zu haben, wenn Gäste kommen oder der Heißhunger auf italienisches Fladenbrot zuschlägt. Eine gute logistische Vorbereitung ist hierbei entscheidend, damit die Qualität erhalten bleibt.
Tipps zur Lagerung und Wiederaufwärmung:
- Kalt servieren: Focaccia schmeckt auch kalt hervorragend, besonders wenn sie gut verpackt war.
- Aufwärmen im Ofen: Bei etwa 200 °C Umluft für ca. 5-10 Minuten wird sie wieder knusprig.
- Aufwärmen im Toaster: Kleinere Stücke passen auch gut in den Toaster.
- Einfrieren: Vollständig abgekühlt und gut verpackt hält sie sich monatelang im Gefrierschrank.
Fazit: Dein eigenes Stück Italien
So, da hast du es. Deine eigene, hausgemachte Focaccia, die nach Sonne und Urlaub schmeckt. Ist doch gar nicht so schwer, oder? Mit ein paar einfachen Zutaten und ein bisschen Geduld zauberst du ein Brot, das innen schön weich und außen leicht knusprig ist. Ob zum Aperitif, als Beilage oder einfach so zum Knabbern – diese Focaccia macht glücklich. Probier ruhig mal verschiedene Beläge aus, das ist das Schöne daran. Viel Spaß beim Nachbacken und Genießen!
Häufig gestellte Fragen
Was macht Focaccia so besonders?
Focaccia ist ein super leckeres italienisches Fladenbrot. Es ist außen schön knusprig und innen ganz weich und luftig. Das liegt vor allem am guten Olivenöl und daran, dass der Teig gut gehen kann. Man kann es mit vielen Sachen belegen oder einfach pur genießen.
Woher kommt Focaccia?
Focaccia kommt ursprünglich aus Italien, genauer gesagt aus der Region Ligurien im Nordwesten. Schon die alten Römer haben so ein Brot gebacken. Der Name kommt vom lateinischen Wort ‚focus‘, was Feuerstelle bedeutet. Also, es wurde früher direkt über dem Feuer gebacken.
Ist Focaccia wie Pizza?
Focaccia und Pizza sind zwar verwandt, aber nicht dasselbe. Focaccia ist dicker und fluffiger als Pizza. Sie hat meistens nicht so viele Beläge und schmeckt oft einfach nur mit Kräutern und Olivenöl super. Pizza ist dünner und wird stärker belegt.
Welches Mehl nehme ich am besten für Focaccia?
Am besten eignet sich italienisches Weizenmehl, oft Type 00 genannt. Das ist sehr fein gemahlen. Aber auch normales Weizenmehl (Type 405 oder 550) funktioniert gut. Manche Leute mischen auch Hartweizengrieß (Semola) für etwas mehr Biss dazu.
Frische Hefe oder Trockenhefe – was ist besser?
Beides geht! Frische Hefe macht den Teig oft noch ein bisschen besser und luftiger, aber mit Trockenhefe klappt es genauso gut. Wichtig ist, dass die Hefe nicht zu alt ist, sonst geht der Teig nicht richtig auf.
Wie mache ich den Teig richtig geschmeidig?
Das Geheimnis ist das Kneten! Du musst den Teig lange genug kneten, am besten so 5 bis 10 Minuten lang, bis er sich glatt und elastisch anfühlt und nicht mehr so stark klebt. Das macht ihn später schön luftig.
Was sind typische Beläge für Focaccia?
Ganz klassisch ist Focaccia mit Rosmarin und grobem Meersalz. Aber auch Kirschtomaten, Oliven oder Zwiebeln sind sehr beliebt. Man kann auch Gemüse wie Paprika oder Zucchini darauflegen. Wichtig ist, dass der Belag nicht zu nass ist, damit das Brot fluffig bleibt.
Wie bewahre ich Focaccia am besten auf?
Am allerbesten schmeckt Focaccia frisch aus dem Ofen. Wenn etwas übrig bleibt, kannst du sie luftdicht verpacken und bei Zimmertemperatur aufbewahren. Zum Aufwärmen eignet sich der Ofen oder Toaster. Man kann sie auch gut einfrieren.